Vergrößertes Bild

Sentatswahlen 2026

Moin,

ich bin Eddie, 21 Jahre alt und studiere seit sechs Semestern Jura an der Universität Leipzig.

Im Unialltag merken wir alle: Die aktuellen Kürzungen treffen unsere Lehre ins Mark. Die Campus-Bib schließt, wenn wir sie am dringendsten brauchen, Bier und Döner sind in der Mensa nicht anzutreffen und die digitale Lehre ist längst nicht bei allen Profs angekommen. Zur Ehrlichkeit gehört: Diese Herausforderungen lassen sich nicht von heute auf morgen lösen. Doch wir müssen sie angehen – und genau hier kommt vordergründig der Senat ins Spiel, in den ihr vier studentische Vertreter wählt.

Seit ich 14 Jahre alt bin, engagiere ich mich kontinuierlich politisch. Dabei konnte ich umfangreiche Gremienerfahrungen sammeln, die ich nun im Interesse von uns Studentinnen und Studenten in den Senat einbringen will.

Lasst es uns diese Herausforderungen gemeinsam anpacken – dafür bitte ich um euer Vertrauen.

Die LHG Leipzig begleitet seit über zehn Jahren die Hochschulpolitik – ob Senat, FSR oder StuRa. Insoweit kann man uns als Gesamtkonzept verstehen, dass probiert, die Uni stückweise besser zu machen.

Für den Senat haben wir jedoch verschiedene Anliegen, deren Bearbeitung wir im kommenden Jahr angehen wollen:

Die Universität steht vor finanziellen Herausforderungen – doch die Lösung darf nicht auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass Einsparungen dort ansetzen, wo sie sinnvoll sind: in der Verwaltung, nicht in der Lehre.

Durch konsequente Digitalisierung und den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz lassen sich administrative Prozesse verschlanken, Redundanzen abbauen und Ressourcen effizienter einsetzen. Semesterverwaltung, Raumplanung, Antragswesen – all das bietet enormes Einsparpotenzial, ohne auch nur eine einzige Lehrveranstaltung zu streichen.

Wir fordern ein klares Bekenntnis der Universitätsleitung: Qualität in der Lehre ist nicht verhandelbar. Kürzungen, die Studierende direkt betreffen – ob durch größere Seminare, weniger Tutorien oder den Abbau von Beratungsangeboten – lehnen wir entschieden ab.

Eine Universität lebt von ihren Studierenden – und die arbeiten nicht nur zwischen 8 und 22 Uhr. Ob Prüfungsphase, kreative Nachtschicht oder einfach ein vollgepackter Tag: Viele Studierende brauchen flexible Zeiten, um konzentriert lernen zu können.

Deshalb fordern wir einen echten 24h-Campus. Konkret bedeutet das: Die Campus-Bibliothek soll wieder rund um die Uhr zugänglich sein. Darüber hinaus setzen wir uns für deutlich längere Öffnungszeiten der Fahrradgaragen ein, damit Studierende ihr Rad zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher abstellen können und nicht vor verschlossenen Türen stehen wenn sie ihr Fahrrad abhohlen wollen.

Studentisches Leben bedeutet mehr als Vorlesungen und Prüfungen – es bedeutet Gemeinschaft, Austausch und Entspannung. Deshalb fordern wir das Bier zurück in die Mensa am Park und sprechen uns dafür aus, das Bistro an einen Dönerladen zu vermieten. Bezahlbares, unkompliziertes Essen und ein kühles Getränk nach der Vorlesung sind ein völlig normaler Teil des Unialltags – die Universität sollte das unterstützen, statt einzuschränken.

Den kürzlich vom StuRa beschlossenen Plan, die Universität zur „Plant Based University“ zu machen, lehnen wir deshalb klar ab. Es ist nicht Aufgabe der studentischen Vertretung, Studierenden vorzuschreiben, was sie essen sollen. Ernährung ist Privatsache – wer Nachhaltigkeit fördern möchte, setzt auf attraktive Alternativen und nicht auf ideologisch motivierte Einschränkungen.

Die studentische Vertretung hat einen klaren Auftrag: Sie soll die Interessen der Studierenden gegenüber der Universitätsleitung, der Politik und der Gesellschaft vertreten. Dieser Auftrag wird jedoch dann verfehlt, wenn studentische Gremien sich in tagespolitische Debatten einmischen, die nichts mit dem Unialltag zu tun haben.

Wir fordern eine Rückkehr zur eigentlichen Aufgabe: Weniger symbolische Außenpolitik, mehr handfeste Interessenvertretung. Konkret wollen wir die Verschwendung studentischer Gelder stoppen – jeder Euro, der in wirkungslose Resolutionen oder ideologische Projekte fließt, fehlt bei echter Unterstützung für Studierende.

Darüber hinaus setzen wir uns für den Schutz der freien Meinungsäußerung auf dem Campus ein. Wissenschaft und Bildung leben vom offenen Diskurs. Wer unterschiedliche Perspektiven zulässt, stärkt die Universität.

Die Digitalisierung der Hochschullehre ist längst keine Vision mehr – sie ist eine Notwendigkeit. Und doch hinkt unsere Universität in vielen Bereichen noch hinterher. Veraltete Systeme, unübersichtliche Plattformen und fehlende Standards kosten Studierende und Lehrende täglich wertvolle Zeit.

Wir fordern, dass digitale Lehre verpflichtend ermöglicht wird: Aufzeichnungen von Vorlesungen, digitale Lernmaterialien und hybride Veranstaltungsformate sollen zum Standard werden – nicht zur Ausnahme.

Gleichzeitig setzen wir uns für die Zusammenführung von Moodle, AlmaWeb und weiteren Tools zu einer einzigen, intuitiven Plattform ein. Wer heute studiert, jongliert zwischen zu vielen Systemen gleichzeitig. Eine zentrale Lösung spart Zeit, reduziert Frustration und macht das Studium effizienter – für alle.

Die Universitären Wahlen finden finden online im Zeitraum vom 23.06. zum 23.06. (jeweils 12:00) statt.

Die Wahlausschreibung ist auf der Website der Universität aufrufbar.

  1. Uni-Mail öffnen (https://mail.uni-leipzig.de/portal/login.php)
  2. Posteingang Öffnen
  3. „1. Wahlschreiben und Informationen zur Durchführung der Online-Wahlen von Wahlamt“ suchen und Wähler-ID notieren
  4. 2. Wahlschreiben suchen und (Wahl-) Passwort notieren
  5. Polyas öffnen und Wählen!